Sommer-Flammkuchen vom Pizzastein

Die Herkunft des Flammkuchens

Flammkuchen wird auch als “tarte flambée” also “flambierter Kuchen“ bezeichnet und ist eine Spezialität aus dem Elsass. Laut Aussage eines französischen Freundes wird der Flammkuchen immer dann in den Ofen geschoben, wenn dieser für das Backen von Brot aufgeheizt worden ist. Er ist so eine Art Test für den Ofen, ob er die richtige Temperatur erreicht hat. Dauert das Backen des Flammkuchens zu lange, ist der Ofen noch zu kalt. Verbrennt der Flammkuchen dagegen, muss der Ofen etwas abkühlen, bevor das Brot darin gebacken wird.

Inzwischen ist der Flammkuchen nicht nur in Frankreich und  Südwestdeutschland, sondern auch in allen anderen Teilen unseres Landes sehr beliebt. Dadurch variieren die Zutaten; das geht schon beim Teig los. Ich habe beim Teig bewusst auf Hefe verzichtet, weil mich das Ergebnis sonst eher an eine Pizza und nicht an einen Flammkuchen erinnert. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist der sehr dünn ausgerollte Boden – dadurch wird der Rand besonders knusprig und der Unterschied zur Pizza noch deutlicher. Und auch die Zutaten für die Beläge haben sich mit der Verbreitung stark erweitert.

Ein Flammkuchen der nach Sonne schmeckt

Ich möchten dir an dieser Stelle eine Version für den frühen Sommer vorstellen – mit Spargel, Tomaten, Petersilie und Frühlingszwiebeln. Als Grundlage habe ich Schmand verwendet, der mit Zitronenschalen und frisch gemahlenem Pfeffer zubereitet wird. So entsteht ein sommerlicher Genuss für gemütliche Abende auf Balkon oder Terrasse.

Was macht ein gutes Olivenöl aus?

Immer wieder hört man aus der Presse, dass nicht alle Olivenöle halten, was sie versprechen. Leider gab es sogar schon Hersteller, die der Versuchung erlegen sind, ihre Olivenöle mit billigeren Pflanzenölen zu mischen.
Schlechte Olivenöle erkennt man an einem scharfen oder ranzigen Geruch. Olivenöl sollte gar nicht sehr intensiv nach Oliven riechen. Riecht das Öl sehr stark nach Oliven, waren diesem beim Pressen schon zu reif.
Gute Olivenöle werden aus Früchten gewonnen, die noch nicht ganz reif (also grün) waren und deshalb vom Baum geschüttelt werden. Sie müssen schnell verarbeitet werden. In diesem Fall tritt der Geruch nach Oliven etwas in den Hintergrund und macht Platz für fruchtige und würzige Aromen, die sonst überdeckt werden. Je nach Herkunft können das z.B. Zitrusnoten oder pfeffrige Eindrücke sein.
Ein gutes Olivenöl hat seinen Preis. Auf der anderen Seite ist ein hoher Preis kein Garant für gute Qualität. Es kann sich also lohnen, ein Olivenöl, so wie guten Wein, in einem Fachgeschäft mit kompetenter Beratung zu kaufen.

Gute Olivenöle eignen sich für den Verzehr auf Salaten oder Brot. Wer den Geschmack eines guten Olivenöls ganz direkt erleben will, sollte einen Schuss davon auf den fertige Flammkuchen geben.

Wir haben für diesen Artikel keine finanzielle Unterstützung aber kostenlose Produktmuster bekommen und verwenden nur Produkte, von denen wir auch überzeugt sind.

Sommer-Flammkuchen

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GerichtHauptgang
Vorbereitungszeit1 Stunde
Zubereitungszeit10 Minuten
Arbeitszeit1 Stunde 10 Minuten
Portionen6 Personen

Zutaten

  • 450 g Mehl
  • 6 El Olivenöl
  • 3 Eier
  • 1 tl Meersalz
  • 200 ml warmes Wasser
  • 150 g Cheddar-Käse gerieben
  • 200 g Gouda gerieben
  • 250 g Speckwürfel
  • 300 g Schmand
  • 6 Stangen weißen Spargel
  • 6 Stangen grünen Spargel
  • 12 Cocktailtomaten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Bund Petersilie

Anleitungen

  • Das Eigelb vom Eiweiss trennen und zum Mehl in einen Rührschüssel geben.
  • Das Salz, das Olivenöl und das Wasser ebenfalls in die Schüssel geben und alles so lange Rühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. Den Teig für 30-60 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. In dieser Zeit können alle anderen Zutaten vorbereitet werden. Den weißen Spargel schälen, vom grünen Spargel die evt. holzigen Enden entfernen und beide Sorten für 5 bis 10 Minuten (je nach Dicke) in Salzwasser blanchieren. Der Spargel sollte danach noch bissfest sein.
  • Den gelben Teil der Schale einer Bio-Zitrone abreiben und mit dem Schmand mischen. Die Creme mit frisch und grob gemahlenem Pfeffer und Meersalz abschmecken. Die Tomaten in Scheiben und die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden; die Petersilie hacken.
  • Ein ca. 125g schweres Stück des Teiges zu einem möglichst dünnen Fladen ausrollen. Dabei ist etwas Geduld gefragt: es ist nötig, den Fladen immer wieder zu wenden und neu zu walzen, bis er seine dünnen Form behält und sich nicht mehr zusammen zieht. Die Schmand-Creme auf dem Teig verteilen und mit dem Käse bestreuen.
  • Nun die Speckwürfel und die Tomaten verteilen.
  • Es folgen die Frühlingszwiebeln und er vorgekochte Spargel.
  • Wer den Geschmack des Olivenöls zurückhaltend erleben möchte, sollte den Flammkuchen vor dem Backen vorsichtig damit beträufeln. Macht man dies nach dem Backen, schmeckt das Olivenöl intensiver.
  • Einen Pizzastein mittig auf den Rost eines Gasgrill legen und alle Brenner zünden. Den Stein aufheizen lassen. Den Brenner unter dem Pizzastein schließen, wenn die maximale Temperatur erreicht ist. Den Flammkuchen auf den Pizzastein legen und für einige Minuten backen lassen. Natürlich kann man den Flammkuchen auch im Backofen zubereiten.
  • Zu dem Flammkuchen passt ein leichter Weisswein

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